Leider ist Rassismus ein alltägliches Problem für die meisten unserer Mitglieder. Und es bleibt oft nicht bei Beschimpfungen und/oder Verweigerungen, den Menschen gegenüber respektvoll zu behandeln, es kommt immer und immer wieder zu körperlichen Übergrifflichkeiten, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Dabei schrecken die Täter*innen auch vor Kinder nicht zurück. 

Wir haben für Euch eine Liste alltäglicher Fallbeispiele zusammengestellt, denn nur wer tatsächlich betroffen ist, weiß um die Häufigkeit und die Wirkung rassistischer Übergrifflichkeiten. Für alle anderen gilt, Betroffenen zuhören, sich belesen und Kritik zulassen. Es gibt hier in Deutschland keinen einzigen Menschen, der nicht rassistisch ist, denn Rassismus wurde uns anerzogen. Es ist also vor allem die Arbeit an der eigenen Person, die dazu beitragen wird, dieses Problem in den Griff zu bekommen…….

Wann immer es in unserem Verein zu rassistischen Übergriffen kam, haben sich einige Organisation in den letzten Jahren als zuverlässige Partner*innen erwiesen. Z.B. die  NAE (North-East Antifa) oder Moskito, die Fach und Netzwerkstelle gegen Rechtsextremismus, das Afrika Medien Zentrum u.v.m.

Eine Organisation, die für uns besonders heraussticht, weil sie wirklich seit dem ersten brutalen Übergriff in unserem Netzwerk an unserer Seite ist, ist die Organisation Reach Out. Ganz herzlich danken wir hier Biblap Bassu und seinem freundlichen, kompetenten und immer hilfsbereiten Team.

Da wir immer wieder erstaunt sind, wie wenig ReachOut bekannt ist (ihre Gelder fließen wenig in die Öffentlichkeit, sondern  direkt in die Projekte, fanden wir es sehr wichtig, Euch diese wichtige Organisation ein bisschen genauer vorzustellen:

ReachOut wurde 1992 gegründet. Es ist ein Projekt vom Trägerverein ARIBA e.V. – Antirassistische Interkulturelle Bildungsarbeit e.V. Der signifikante Schwerpunkt war zunächst die Entwicklung und Durchführung von Angeboten für eine Rassismus kritische Bildungsarbeit. Ab dem Jahr 2001 entstand ein weiteres Arbeitsfeld, somit ermöglichte es betroffene Personen von rechten, rassistischen und antisemitischen Angriffen eine Beratung. Das bereits erwähnte Projekt nennt sich: ReachOut – Opferberatung und Bildung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus. Neben ReachOut arbeitet jeweils ein Verein mit dem Namen OPRA und eine Kampagne mit dem Namen Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt – KOP in der Trägerschaft von ARIBA e.V. OPRA ist eine psychologische Beratung für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.  Das Projekt veröffentlicht dazu eine Chronik in Berlin, um solche Fälle zu dokumentieren, sodass Sie nicht in Vergessenheit geraten, da die Daten gesammelt und aufgelistet werden. Das Angebot ist groß und auch vielfältig. Die Betroffen können in fast jedem Bereich professionell geholfen oder beraten werden, sodass dieses Projekt wirklich einzigartig ist.  


Angebot/Hilfestellung

  • Beratung und emotionale Unterstützung nach einem Angriff, 
  • Entscheidungshilfen zum weiteren Vorgehen, 
  • Hinweise zu juristischen Möglichkeiten (Anzeige Nebenklage etc.), 
  • Unterstützung bei der Suche nach Rechtsanwältinnen, 
  • Begleitung zu Polizei, Behörden, Gerichtsterminen, ÄrztInnen, etc., 
  • Vor- und Nachbereitung von Gerichtsverfahren, 
  • Beratung über finanzielle Unterstützung (Prozesskostenhilfe, Entschädigungszahlungen etc.), 
  • psychosoziale Beratung, 
  • Vermittlung von therapeutischen Angeboten, 
  • Vermittlung von Beratungsstellen, z.B. bei aufenthaltsrechtlichen Problemen, 
  • Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Pressemitteilungen über Angriffe, Veranstaltungen), 
  • Informationen und Bildungsveranstaltungen zu Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus in Berlin. 

Art der Beratung 

  • Bedürfnissen der Betroffenen 
  • Beratung sind kostenlos  
  • bieten Hilfe zur Selbsthilfe 
  • Vertraulich und auf Wunsch Anonym 

Ziele 

  • Stärkung der Betroffenen in ihrer Handlungsautonomie, ihrer Entscheidungskompetenz und damit in ihrem Selbstwertgefühl, 
  • die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Ausmaß und die Folgen von Diskriminierung, Rassismus und Rechtsextremismus, 
  • die Solidarisierung mit den Opfern. 

Die Informationen haben wir aus folgender Homepage:

https://www.reachoutberlin.de/de/content/was-ist-reachout


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