Rassistischer Angriff mit Messer auf Kamerunischen Verein,
zwei Verletzte, ca 10 traumatisierte Kinder zwischen 4 und 10 Jahren
Polizei lässt den Täter frei

Am Samstag, den 4.5.2013 trafen sich nachmittags die Mitglieder des interkulturelen, kamerunischen Sportvereins Schiller e.V. in ihrem Treffpunkt in der Kameruner Str. 6.

Die Kinder spielten unter Aufsicht von drei Vätern auf dem Gehweg, als gegen 16 Uhr ein junger weißer Mann auf dem Fahrrad sehr schnell den Gehweg entlang gefahren kam. Er wich einem 8 jährigen Jungen aus und fuhr in voller Fahrt gegen einen Stromkasten. Er stürzte, stand schnell wieder auf und schrie den Jungen an. Einer der aufsichtspflichtigen Väter ging zu dem Mann und verbat ihm, den Jungen anzuschreien, er wies ihn auch daraufhin, dass er auf dem Gehsteig gefahren sei, und mit einer unzumutbaren Geschwindigkeit. Der Mann schrie den Vater an: “Scheiss Neger, ich mache Euch fertig” Es entstand ein Handgemenge, wobei der Mann von dem Vater fortgestoßen wurde und auf den Boden fiel. Wutentbrannt stand er wieder auf, nahm das Handi aus seiner Hosentasche und rief die Polizei mit den Worten:”Der Scheiss Neger hat mich angefasst, ich steche ihn jetzt ab”. Dann ging er zu seiner Tasche und holte ein schwarzes Messer aus der Tasche. Er stürzte sich auf den ersten Menschen der vor ihm stand, dieser konnte ausweichen. Die Kinder schrien und weinten, eins rannten in den Laden und rief seinen Vater, den Onkel des 8 jährigen Jungen.

Währenddessen lief der Mann mit dem Messer hinter den afrikanischen Vätern, die die Aufsicht über die Kinder hatten, her um sie zu erstechen, als der Onkel des 8 Jährigen zur Tür hinaus kam. Der Mann mit dem Messer erwischte ihn am Arm und fügte ihm eine Schnittwunde hinzu die sehr schnell und stark blutete. Als die übrigen Männer im Laden das Blut sahen, strömten sie hinaus um dem Mann das Messer abzunehmen. Ein weiterer Vater versuchte dem Mann das Messer zu entreissen, seine Handinnenfläche wurde dabei aufgeschnitten. Der Mann mit dem Messer schrie jedesmal, wenn er eines seiner Ziele verfehlte, rassistische Beleidigungen und stach auf die parkenden Autos ein.

Schließlich konnten die Männer ihn umstellen und ihm das Messer aus der Hand schlagen. Der Mann lag auf dem Boden und stellte sich tod als die Polizei mit ca 5 Polizeiwagen und zwei Krankenwagen eintraf. “Wer hat den Mann verletzt?” fragten die Beamtinnen. Die aufgewühlten Afrikaner wurden dabei in ersten Moment als Täter dargestellt. Bis sich deutsche Zeugen meldeten, die alles gesehen hatten und erklären konnten, dass der Mann am Boden die Afrikaner erstechen wollte.

Anschliessend wurde der Onkel und der an der Hand verletzte Mann zum Krankenwagen geschickt, dort wurden sie bandagiert. die Polizei nahm die Personalien und Zeugenaussagen des Deutschen, sowie die von 4 kamerunischen Vätern, auf.  Die Kinder waren komplett traumarisiert, jedoch durften sie nicht im Krankenwagen mit ihrem Vater mitfahren. Sie sollen doch solange bei einem der Freunde bleiben, schlugen die Ärzte vor. Dies war unzumutbar für die unter Schock stehenden Kinder  und da die Ambulanzaerzte sich weigerten, den Verletzten und seine Kinder mitzunehmen, so liess sich der Onkel des 8 jährigen Jungen und Vater zweier anwesender Kinder im Alter von 4 und 9 Jahren von einem Freund ins Krankenhaus fahren.

Als die Polizei alle Zeugenaussagen protokolliert hatten, fuhren sie ohne ein Wort über den weiteren Verlauf oder einen evtl. Ansprechpartner für die Opfer, davon.

6 Stunden später wurde der Täter wieder freien Fußes in der Kameruner Str. gesehen.

 

Sonja Prinz, Global New Generation e.V.

 

Hier der Link zur Pressemitteilung der Polizei: http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/384335/index.html

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