#FameNoGame
„Kommt ihr?“ fragte die Gruppenleiterin die Kinder, „wir wollen anfangen.“
„Ich kann jetzt nicht zum Workshop,“ erklärte eine Sechsjährige entschlossen, “ ich war schon in der Schule. Ich muss eine Pause machen.“
„Ok,“ sagte die Gruppenleiterin, “ das verstehe ich.“
„Meine Mama hat gesagt, wenn es mir zuviel wird, muss ich mich ausruhen. Dann soll ich lieber eine Pause machen.“ Sie erklärte das allen Erwachsenen aus dem Team. Auch die anderen Kinder bekamen das mit, sie sagte es ja auch wirklich oft. Ein paar Kinder fanden ihre Ansätze zum Ressourcenmenagement ganz ausgezeichnet und ließen sich davon inspirieren.
„Ok, brauchst Du jetzt vielleicht eine Pause?“, fragte das Team.
„Ja!“, riefen die Pausenkinder dann freudestrahlend und eilten zum Basteltisch, denn da machten sie ihre Pausen am liebsten und am längsten. Sie hatten sich immer viel zu erzählen. Ganz nebenbei bastelten sie auch ein paar Accessoirs für die Bühnenauftritte.
„Ich mache sehr viele Pausen, Mama, das macht Spaß. Ich bin garnicht müde“, erklärte sie ihrer Mutter, wenn diese sie abholte.
Als die großen Kinder, also die Jugendlichen (die sechjährige fand die Jugendlichen ziemlich cool, manchmal auch sehr komisch) ein paar erste Songs aufgenommen hatten, verlegte sie und ihr Team die Pausen in die Medienwerkstatt oder in den Tanzraum. Erst lagen die Pausenkinder auf den Sandsäcken und ruhten sich aus. Es dauerte nie länger als 5 Minuten, da tanzten und sangen sie mit voller Inbrunst und waren Teil der gesamten Gruppe.
Wenn ein Erwachsener sagte: „Bitte übt die Lieder nochmal zuhause.“, antworteten die Pausenkinder: „Das müssen wir nicht. Wir können die Lieder schon. Einfach so!“
Und das stimmte auch. Sie hatte den anderen ja zugehört, vom Basteltisch aus und als sie auf den Sandsäcken gelegen hatten oder beim Spielen auf der Hochebene. Auch beim Abendessen und wenn alle zusammen auf dem Spielplatz waren um sich auszutoben, da übte die Gruppe ihre Lieder und Choreografien. Alle Kinder, auch die kleinen Geschwister, die immer mit der Mama kamen, alle kannten sie jedes Lied und jeden Tanz.
Gegen Ende des Projektes standen sie selbstbewusst auf der Bühne und performten eigene Lieder, die sie zuvor gemeinsam geschrieben und produziert hatten.
Der Song „BAILA“
Songtext findest Du hier:
Vier Lieder und zwei MusikClips wurden von den Kindern und Jugendlichen geschrieben, produziert und gefilmt. Dabei wurden sie vom Team unterstützt
Der Song „GERNE“
Songtext findest Du hier:
Im Regen kam die Gruppe auf dem Festival an, es regnete das ganze Wochenende und im Regen fuhr die Gruppe wieder nach Hause.
Alles war nass, wirklich alles! Und dann wurde auch noch Geld geklaut!
Was für ein Wochenende. Die Gefühle gingen hoch und runter, explodierten zwischendurch und legten sich kurz zur Ruhe.
Und der Auiftritt im strömenden Regen, das war atemberaubend. Die Gruppe legte eine Professionalität an den Tag, selbst die Dozent*innen waren total überrascht. Das Team und die Eltern bestaunte
- die gut funktionierende Teamarbeit, sie halfen sich gegenseitig, stritten nicht einmal ums Mikrofon
- das Selbstbewusstsein mit dem sie sangen und tanzten
- und die Empathy mit der sie ganz selbstständig andere Kinder auf die Bühne riefen und anfeuerten.
Die Aufführung auf dem KeNaKo Afrika Festival auf dem Washington Platz war ebenfalls sehr aufregend und bleibt eine unvergessliche Erinnerung für alle Beteiligten.
Die Inhalte diese Projektes #FameNoGame leben weiter: Die Lieder tragen die Botschaft von Respekt, Empathie und gegenseitiger Unterstützung weit über das Projektende hinaus.
Unser Bildungsmaterial aus dem Projekt findest Du hier:
#FameNoGame
„Zu sehen, wie das Selbstbewusstsein der Teilnehmenden während des Projektes wuchs, war das Schönste für mich“, berichtet die Gruppenleitung.
#FameNoGame
Auftrittstermine findest Du hier:
