Kanga Motema

Digitale Stimmen gegen kulturelle Gewalt

Das Projekt Kanga Motema hat über anderthalb Jahre hinweg einen mutigen Raum für Jugendliche geschaffen, um sich mit den oft unsichtbaren Mechanismen kultureller Gewalt auseinanderzusetzen. 

Was im Herbst 2024 mit Reflexionsrunden zu Diskriminierung in Schule und Alltag begann, entwickelte sich zu einer technologisch anspruchsvollen Reise, bei der die Teilnehmenden lernten, ihre Geschichten kraftvoll zu erzählen – ohne dabei ihre Anonymität aufzugeben.

Von der Reflexion zur kreativen Produktion

In der ersten Phase (Ende 2024) stand die Sensibilisierung im Vordergrund. Die Jugendlichen analysierten Machtinstrumente wie Sprache, Hate Speech und Rassismus in den Medien. Ein zentraler Wendepunkt war die Erkenntnis vieler Teilnehmenden, dass ihre Identität im Netz Schutz braucht. Aus der Sorge vor digitaler Exponiertheit entstand eine kreative Strategie für 2025: Die Nutzung von Avataren und virtuellen Welten.

Innovative Wege: Roblox, KI und Storytelling

Im Jahr 2025 verlagerte sich das Projekt in den digitalen Raum. Die Gruppe nutzte Plattformen wie Roblox, um komplexe Themen wie transgenerationale Traumata, Bildungsverbote oder Diskriminierung auf dem Fußballplatz in geschützten Rollenspielen zu verarbeiten.

Methodik: Durch den Einsatz von KI-Tools und Comic-Software wurden „innere Monologe“ visualisiert und historische Kontexte wie der Kolonialismus kritisch hinterfragt.

Stärkung: Exkursionen (u.a. Filmpark Babelsberg, Magicum) boten den nötigen Ausgleich und inspirierten die Jugendlichen zur Gestaltung eigener Kulissen und Narrativen.

Der Film wird am 21.03.2026 um 14 Uhr zeitgleich mit der Premiere im Kino auf unserem YouTube Channel veröffentlicht.

Der Film

Der Film „Kanga Motema“ erklärt das komplexe Thema der kulturellen Gewalt auf anschauliche Weise und fungiert als Herzstück der Projektdokumentation. Er enthält fast alle von den Kindern und Jugendlichen im Projektverlauf erstellten Kurzfilme. Damit bietet er einen umfassenden Einblick in die Perspektiven und die kreative Energie der Teilnehmenden.

Das interaktive Lernfeld

Darüber hinaus wurde die Nachhaltigkeit des Projekts durch die digitale Aufbereitung gesichert: Auf der GNG Homeschool wurde ein eigenes Lernfeld erstellt. Dieses ermöglicht es anderen Jugendlichen, sich über interaktive Quiz-Module und spannende Challenges eigenständig mit den Inhalten des Projekts vertraut zu machen und selbst aktiv zu werden.

Empowerment und Abschluss

Das Projekt schließt im März 2026 mit einer feierlichen Kinoveranstaltung ab. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Die Jugendlichen haben nicht nur Medienkompetenz gewonnen, sondern auch die Gewissheit, dass ihre Botschaften Gehör finden müssen. Ein Teilnehmer brachte es auf den Punkt: „Was wir zu sagen haben, ist wichtig – aber wir müssen dafür nicht unsere Identität preisgeben.“

Kanga Motema hat bewiesen, dass die Verknüpfung von politischer Bildung und moderner Technologie ein effektives Werkzeug gegen Ausgrenzung ist.

Kanga Motema

Ein Projekt der Global New Generation Berlin e.V.
Mit freundlicher Unterstützung von:

Global New Generation Berlin